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Autoren und ihre Geschichten

Interview mit der Kinder- & Jugendbuchautorin Juma Kliebenstein

Bild: strebergarten
Bild: strebergarten

Juma Kliebenstein wurde 1972 im Saarland geboren und auf den Namen Juliane getauft. Schon als Kind schrieb sie gerne Geschichten. Damit fing sie an, als sie aufgrund einer Krankheit wochenlang alleine im Krankenhaus liegen musste. Später arbeitete Juma fünf Monate als Deutschlehrerin. Dann entschied sie sich ganz fürs Schreiben. Das lief, wie bei jedem Schriftsteller, am Anfang noch nicht so gut. Doch ihr Mann unterstützte sie, indem beide jede Nacht zusammen in einer Maschinenfabrik arbeiteten. Als Dankeschön dafür setzte die Autorin ihren Künstlernamen Juma aus ihrem Namen und dem ihres Mannes Marc zusammen.

  

strebergarten: Auf ihrer Internetseite haben Sie geschrieben, dass sie schon als Kind immer Geschichten geschrieben haben. Sind das auch die Geschichten, die sie nun in ihren Büchern veröffentlichen?

 

 Juma Kliebenstein: Nein, die Geschichten, die ich damals geschrieben habe, sind in meinem Privatbesitz und nicht für die Öffentlichkeit gedacht.

 

 sg: Haben Sie manche ihrer Geschichten selbst miterlebt?

 

 Juma K.: Also in jedem Buch sind eigentlich ein paar Sachen, die ich selbst erlebt habe. Ich schreibe aber nie ein Buch, dessen Geschichte ausschließlich aus meinem Leben stammt, da es ja auch spannend werden soll.

 

 sg: Schreiben Sie ihre Geschichten nach ihrem Geschmack oder achten Sie sehr darauf, dass ihre Bücher dem Geschmack ihrer Kunden entsprechen?

 

"Ich schreibe immer so, wie es mir gefällt"

 

Juma K.: Ich schreibe immer so, wie es mir gefällt, weil ich glaube, dass es nur so auch gut werden kann. Was ich aber mache, ist, dass ich, wenn ich ein Buch fertig habe, es z. B. Nachbarskindern zum Lesen gebe und sie dann frage, wie es ihnen gefällt.

 

sg: Und sagen Sie selbst z. B.: „Ich denke dieses Buch ist eher für zehnjährige“, oder entscheidet das der Verlag?

 

 Juma K.: Das sagt der Verlag. Aber das ist auch eher nur eine Richtlinie. Also wenn da steht, das Buch ist für zehnjährige Kinder, dann kann das auch schon ein Kind mit 8 oder 9 Jahren lesen. Das ist also nur eine ungefähre Empfehlung, wenn z. B. Eltern das Buch kaufen, um es zu verschenken. Aber ich bin auch sowieso der Meinung, dass ein Kind das Buch greift, was es gerne lesen möchte.

 

sg: Warum sind Sie Autorin geworden?

 

Juma K.: Naja, wie ich schon erzählt habe, mit dem Krankenhaus. Es ist so schön, wenn man gar nichts anderes mehr hat, hat man eben immer noch Geschichten. Und ich finde es so toll, wenn man mit diesen Geschichten auch andere Leute glücklich machen kann: wenn ich zu euch kommen kann, euch vorlesen kann. Bücher sind einfach immer für jeden da.

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