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Buchempfehlung: Floaters - Im Sog des Meeres

Wieso man das Buch nicht mehr weglegen kann

Der Roman von Katja Brandis erschien 2015 bei dem Verlag Beltz&Gelberg. Die Autorin erzählt aus der Erzähler-Perspektive in der dritten Person und sehr realistisch. Jedoch spielt die Geschichte in der Zukunft, besser gesagt im Jahre 2030. In diesem Buch kommt keine Magie, Zauberei oder Sonstiges vor, für Fantasy-Fans ist es also nicht zu empfehlen. Man kann es außerdem als E-Book kaufen.

INHALT

"Floaters" erzählt die Geschichte von einem Zwillingspaar, Danilo und Malika. Als Kinder umsegelten die beiden mit ihren Eltern die Welt und sind so sehr eng mit dem Ozean verbunden. Umso schmerzhafter trifft es sie natürlich, wie verschmutzt und voll von Müll das Meer inzwischen ist. Als junge Erwachsene leben die Geschwister an Land bei ihrer Tante, aber vor allem Malika träumt davon, nochmal zu einer großen Segeltour aufzubrechen. Plötzlich findet ihr Bruder heraus, dass ein reicher Unternehmer mit umgebauten Fischkuttern den Müll aus dem Meer fischen und ihn recyceln will. Und das ist genau die Idee, von der Malika schon als Kind geträumt hat! Zwar sieht es erst nicht danach aus, aber schließlich dürfen beide mitkommen. Und so beginnt auch Rätsel um die Vergangenheit des Millionärs, der die Fischkutter in See stechen lässt.


Neben der Geschichte der Zwillinge wird noch von dem Leben des Jungen Arif erzählt. Er arbeitet für seine Eltern und Geschwister auf einem Fischkutter, der jedoch ziemlich am Anfang der Erzählung von Feuer zerstört wird. Zu seinem Glück wird Arif von einem großen, schwarzen Schiff aus dem Ozean gefischt. Langsam findet er heraus, dass die Besatzung kriminelle Müllpiraten sind, die die Besatzung von fremden Schiffen erschießen oder ertränken, um die Boote auszurauben. Er schreibt immer wieder Hilfezettel, bekommt aber nie die Gelegenheit, einen zu verschicken.


Inzwischen haben sich Malika und Danilo auf Bord eingelebt und Freunde, allerdings auch Feinde gemacht.

Doch eines Tages wird auch das Schiff des Millionärs Überfallen un zusammen mit anderen werden die Zwillinge Als Geiseln der Piratenauf eine alte Ölinsel gebracht, wo die sogenannten "Floaters" leben, die sich ausschließluich mit aus dem Meer gefischten Dingen einrichten. Durch diese Geschichte kommen sich Arif und Malika immer näher, doch Danilo hat, teils zu Recht, große Angst um seine Schwester.

Die letzten Kapitel handeln davon, wie die Besatzung der umgebauten Fischkutter versucht, die Geiseln zu retten. Und schließlich müssen auch Arif und Malika eine Lösung für ihre eher schwierige Beziehung finden.

MEINE MEINUNG

 Durch die realistische Schreibweise Brandis ist der Roman sehr schlüssig, was aber auf keinen Fall heißt, dass die Spannung nicht von Anfang an bis zur letzen Seite da ist. In den ersten Kapiteln des Buches würde man niemals damit rechnen, dass die Zwillinge mal auf einer alten Ölinsel leben und immer wieder in Lebensgefahr schweben. Eigentlich wird das Buch also immer spannender, aber nicht nur bis zum Höhepunkt, sondern auch noch danach. Ich finde es sehr spannend, wie sich zwei so unterschiedlichen Menschen treffen und näher kommen, wofür sie einiges riskieren und immer wieder enttäuscht werden. Und dass es am Ende nicht das typische Happy end gibt, wie "Alle sind glücklich bis an ihr Lebensende", sondern es sowohl Trennungen, Leute, von denen endgültig Abschied genommen werden muss, als auch schöne Überraschungen gibt. Ich fand es sehr toll,  wie realistisch und unschnulzig Katja Brandis die story verschriftlichte, weil das genau mein Geschmack ist.

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