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BIO Produkte - Weltretter!?

Was die grünen Symbole wirklich bedeuten

Bio-Regal im Supermarkt (Quelle: picture24.com)
Bio-Regal im Supermarkt (Quelle: picture24.com)

Wenn man in der heutigen Zeit in den Supermarkt geht, findet man mehrere Regale mit eingeschweißten Fleischprodukten. Doch inzwischen steht daneben auch noch ein Regal mit meist grünen Packungen - das Bio-Regal. Alle Tiere mussten nicht leiden und die Nahrung kommt direkt vom fröhlichen Bilderbuchbauernhof. Das ist das, was man sich unter Bio vorstellt. Aber ist das nicht eher Traumdenken? Auch in der Gemüseabteilung verbreiten sich die Bio-Zeichen. Aber was heißt das wirklich? Was macht der Biobauer anders als der konventionelle? Und in welchen Aspekten unterscheiden sich die beiden Bauernhöfe? Schließlich gibt es für Biobauern bestimmte Vorschriften, die zu erfüllen sind. Aber trotzdem wird immer noch alles getan, um den besten Profit rauszuschlagen, wobei es den meisten "Unternehmern" (eben diese Bauern) nicht zu allererst um das Wohl der Tiere geht. Was auf den Biohöfen wirklich passiert, erfahrt ihr in diesem Artikel.

 

Biobauer vs. konventionelle Betriebe

EU-Bio Siegel (Quelle:Utopia)
EU-Bio Siegel (Quelle:Utopia)

Natürlich gibt es, schon allein durch die Bestimmungen, Unterschiede zwischen dem Biohof und dem konventionellen. Zum Beispiel ist es für die Höfe, die Produkte mit dem EU-Bio Siegel (links) versehen, Vorschrift, auf chemische Pflanzenschutzmittel zu verzichten. Stattdessen verwenden viele Biobauern sogenannte Nützlinge. Das sind Insekten, die Schädlinge fressen. so braucht man die Schädlinge nicht auf andere, unnatürliche Weise, zu Vernichten, jedoch verwenden auch Biobauern Pflanzenschutzmittel, die aber auf natürlicher Basis basieren, wenn die Nützlinge nicht mehr ausreichen. Trotzdem macht sich diese Vorschrift bemerkbar: Bei einem Test von Stiftung Wartentest waren 75 Prozent der getesteten Bio-Produkte komplett pestizidefrei.

Außerdem darf ein solcher Biobauer weniger Tiere pro Hektar halten als ein konventioneller Bauer. Abgesehen davon sind bei Produkten mit dem EU-Bio Siegel für verarbeitete Lebensmittel nur 49 Zusatzstoffe erlaubt, während in konventinellen 316 Zusatzstoffe verarbeitet werden.

Was zwar nicht unbedingt für jeden Biobauern vorgeschrieben ist, aber dennoch einige machen, ist, auf einem Feld immer unterschiedliche Pflanzen anzubauen,die unterschiedliche Nährstoffe benötigen, damit der Boden nicht auslaugt.

 

Damit diese Vorschriften auch eingehalten werden, müssen sich Hersteller von Bio-Produkten bei einer Öko-Kontrollstelle anmelden. Bevor sie dann das Siegel auf ihre Ware drucken dürfen, müssen sie sich einer Prüfung unterziehen. Weiterhin werden sie dann mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der Vorschriften geprüft.

Immer wieder werden auch unangekündigte Prüfungen durchgeführt.

Übrigens versteht man in diesem Fall unter "bio" und "öko" dasgleiche, nämlich dass diese Kriterien eingehalten werden.

 

Qelle der Bestimmungen: https://utopia.de/siegel/eu-bio-siegel/


FAZIT

Es gibt also auf jeden Fall einen Unterschied zwischen den Produkten mit und ohne grünem Symbol. Wer aber ganz sicher gehen möchte, was er kauft, sollte sein Fleisch lieber direkt von einem örtlichen Bauern abholen. Gemüse kann man, mit dem nötigen Platz, auch zu Hause anbauen. Dann hat man immerhin die komplette Sicherheit, was an die Pflanzen gekommen ist und was nicht. Es hilft aber auf jeden Fall auch auch schon, wenn du einfach nicht jeden Tag Fleisch isst. Jeden zweiten oder weniger ist immer noch reichlich genug. Bio-Produkte zu kaufen ist aber das Mindeste, was du tun kannst.

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