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Alle Jahre wieder kommt der Weihnachtskauf

Wieso können wir Deutschen einfach nicht genug Geld für Weinachtsgeschenke ausgeben?

Quelle:
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Hast du deinen langen Wunschzettel auch schon fertig und beim Weihnachtsmann abgegeben? Wenn ja, was erwartest du, was an Heiligabend auch wirklich unterm Baum liegt? Zugegeben, eigentlich wollen wir ja alle möglichst viele Geschenke bekommen.

Aber die Frage ist doch: Machen uns mehr Geschenke glücklicher, als weniger? 

Mir geht es an Weihnachten ja eigentlich immer so, dass ich mich gar nicht mit allen Geschenken auf einmal beschäftigen kann.


Deshalb finde ich, viele Geschenke machen nicht glücklicher, da man sich ja doch nur ärgert, dass man das 101te Geschenk dann doch nicht bekommen hat.


So fragt man sich: Haben die Spielzeugläden, Parfümerien und Co. mehr von vielen Geschenken als die Beschenkten?

Immerhin haben sie bestimmt genug Verwendung für das Geld, während wir nahezu überfordert unterm Weihnachtsbaum sitzen.

"Im Schnitt kostet das "Wir schenken uns nichts" 52,83€"

Quelle: pixabay.com
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Laut einer Umfrage der gibt der Deutsche im Durchschnitt 400€ für Weihnachtsgeschenke aus.

Nun könnte man ja auch sagen: Ach, mich betrifft das ganze gar nicht, schließlich sage ich meiner Familie jedes Jahr: "Ich wünsch' mir nichts!". Aber was erwartest du wirklich, wenn du diesen Satz aussprichst?

Ich bin mir sicher, dass du trotzdem enttäuscht wärst, wenn der Boden unterm Baum an Heilgabend wirklich leer wäre. Schließlich gibt man im Schnitt 52,83€ für Geschenke an die , die sich ja angeblich "nichts wünschen" aus.

Doch nun muss man sich doch wohl fragen, wen das Ganze jetzt eigentlich glücklich macht. Ich denke nicht, dass die Beschenkten unglücklich sind, doch auch, dass sie mit weniger Geschenken genauso glücklich sein könnten. 

Im Gegensatz zu den Geschäften: Denn je mehr Präsente die Menschen besorgen, desto mehr Geld liegt in den Kassen der Läden und Online-Shops.

Doch nicht nur der Geschenkekauf gehört zum Weihnachtskonsum. Auch, dass sich viele Leute jedes Jahr neue Weihnachtsdeko kaufen müssen, zählt dazu, obwohl dies nur 5 Prozent unserer Ausgaben zum Weihnachtsfest ausmacht.

Aber es ist auch einfach unnötig und vermeidbar. Zu Weihnachten ist es meiner Meinung nach nun wirklich recht einfach, zeitlose Dekoration zu finden. Ich habe ja nichts dagegen, sich mal ein neues Stück anzuschaffen, aber man muss nach dem Fest ja nicht gleich alle Deko wegwerfen.

"Der Weihnachtskonsum gehört wohl schon zu unserem Wirtschaftssystem."

Quelle: Men'sHealth
Quelle: Men'sHealth

Doch ich denke, wenn wir plötzlich mit dem Weihnachtskonsum aufhören würden, würde sich vieles verändern und alles müsste sich ersteinmal neu einstellen, da er Weihnachtskonsum wohl schon Teil unseres Wirtschaftssystems geworden ist.

Zum Beispiel würden bestimmt noch viel mehr Geschäfte zu Grunde gehen, da sie durch den Online-Handel sowieso schon geschwächt sind und die Weihnachtszeit eine wichtige Einnahmequelle für sie darstellt.

Doch sind wir da nicht schon fast? Nach einer Statistik von *** kaufen 82 Prozent der Eltern auch Weihnachtsgeschenke im Internet.

Oder könnte der Weihnachtkonsum auch komplett im Internet stattfinden?

Der Konsum ist übers Internet natürlich der Gleiche und meiner Meinung nach ist die Verlockung, noch mehr in den Warenkorb zu legen, viel größer, wenn man den ganzen Krempel nicht direkt bar bezahlen und nach Hause tragen muss, sondern gemütlich auf dem Sofa liegt und nur auf "Bestellen" klicken muss.

Doch was würde passieren, wenn wir die Weihnachtskäufe komplett ins Internet verlagern würden? Erstmal würde der oben genannte "Fall des Aufhörens" eintreten. Doch auch die Laufkundschaft des Weihnachtmarktes bliebe aus und dieser könnte vielleicht nicht weiter existieren. Es ginge also, wie so viele durch das Internet, die "Tradition" des "In die Stadt Gehens, Geschenke Kaufens und Mal eben noch auf dem Weihnachtsmarkt Vorbeischauens" verloren.

Nun stellt sich nur die Frage, ob der Weihnachtskonsum, wie er heute stattfindet, denn ewig so weiter gehen könnte. Ich denke, dass damit erstmal niemand ein Problem hätte, doch wir leben nunmal in einer sich wandelnden Welt. Deshab ist es sehr unwahrscheinlich, dass sich unser Kaufverhalten rund um Weihnachten nie mehr ändern wird.

 

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